Ich über mich 

                                                                   

Wie kam ich zum „Bärenvirus“? Als erstes muss ich erwähnen, dass ich mich immer schon kreativ betätigt habe. Ich habe gemalt, getöpfert, genäht, gestrickt, gestickt, gehäkelt. Außerdem ist mir etwas Talent wohl in die Wiege gelegt worden, mein Urgroßvater war Schneidermeister und meine Oma Schneiderin. Ich hatte als Kind also immer die Gelegenheit den beiden über die Schultern zu schauen.

Im Oktober 2004 habe ich mich daran erinnert, dass ich ein Strickmuster für einen Teddy habe und bekam Lust mich an diesem noch einmal auszuprobieren (ich kann mich erinnern, dass ich ihn schon einmal machen wollte, meine Arbeit aber dann wieder zur Seite gelegt habe, warum auch immer?). Er glückte mir diesmal und dem folgten noch andere, mit und ohne Pulli, bunt- oder unifarben.

Jetzt sollte einer aus Stoff her. Da ich mich schon an anderen Dingen ausprobiert hatte, war mein Stoffvorrat nicht unerheblich. Die nächsten Bären waren dann aus Fleece und Filz. Auch dafür hatte ich bereits ein Schnittmuster (denn auch daran hatte ich mich schon mal versucht). Ende 2004 habe ich herausgefunden, dass ich nicht allein bin mit meiner Freude am Bären machen und stellte fest, dass es dafür sogar 4 Fachzeitschriften in Deutschland gibt. Davon habe ich sofort eine abonniert und nun war es ganz um mich geschehen. Den Fleecebären folgten nun Plüschbären nach anderen Schnittmustern von bereits bekannten Bärenkünstlerinnen. Im Februar 2005 habe ich dann meinen ersten „Mohairbären“ gearbeitet. Bisher hatte ich immer nur gelesen was für ein großartiges aber auch recht preisintensives Material Mohair ist. Aber ich konnte diesem schönen Stoff nicht wiederstehen und seit dem arbeite ich fast ausschließlich mit Mohair. Im April 2005 folgte dann mein erster eigener Schnitt „Papa Bär“, dem dann „Mama Bär“, letztlich wurde eine ganze Familie daraus. Seit dem habe ich mich an einigen Schnitten ausprobiert großen und kleinen, klassischen und lustigen, Hasen,  Mäusen und Affen. Aber meine große Liebe gilt den „Klassikern“, den schon etwas abgeliebt aussehenden Bären. 2006 hatte ich das Glück 100 Jahre altes Mohair zu kaufen, dieses gibt es nur noch sehr selten und ist deshalb sehr beliebt. Mit Möbelbezugsstoff und Mantelstoff habe ich auch schon gearbeitet, daraus sind wie ich finde auch schöne Bären geworden. Ich bin also immer auf der Suche nach schönen oder stabilen Stoffen um wieder etwas Neues zu kreieren. 

Meine Bären bekommen alle eine Geburtsurkunde, auf der steht der Name und der Geburtstag des Bären.

Im März 2006 habe ich dann ein kleines Gewerbe angemeldet, um meine Bären auch an andere Liebhaber abgeben zu können. Seit dem war ich schon mit meinen Bären zu verschiedenen Anlässen , wie z. B. im Barockschloss Rammenau (Ostern, Intern. Leinentage, Nikolausfest), zur 3. Erzgebirgischen Bärenmesse in Marienberg, im Barockschloss Wachau, und auf Schloss Batzdorf zum Batzdorfer Adventsmarkt und auf dem Sächsischen Bären- und Puppentreffen in Machern, bei dem ich den 3. Platz im Publikumswettbewerb mit meinem "Röschen"gewonnen habe.

Außerdem habe ich im August 2006 bei einer lieben Puppenmacherin in Rammenau einen Puppenkurs  für Stoffpuppen absolviert, diese herzustellen bereitet mir auch riesigen Spaß und auf meinen Ausstellungen waren und sind diese dann auch mit vertreten.

Zum Schluss möchte ich meine Familie hier noch erwähnen, ohne die es die „Radebären“ gar nicht gebe. Sie unterstützen mich wo es nur geht, haben viele gute Ideen, geben den Bären und Puppen oft ihre Namen, reisen mit mir zu meinen Veranstaltungen, haben sich den Firmennamen (Radebär) ausgedacht und das Logo entworfen. Kurzum, wir sind also ein kleines "Familienunternehmen“.

So ich hoffe ich konnte einen kleinen Einblick in meine große Leidenschaft geben und verbleibe mit bärigen Grüßen 

Monique Mahr und die Radebären

Im Dezember 2011 habe ich mich einer Privatinitiative angeschlossen, Stricken für Frühchen (natürlich ehrenamtlich), macht viel Spaß und die Kleinsten der Kleinen sollen doch nicht frieren.